Meine persönliche Einschätzung zu Windows-VISTA im Audio Bereich.
Alle paar Jahre beschert uns Microsoft ein neues Betriebssystem. Ich habe diese technischen „Revolutionen“ nun schon seit MS-DOS 6.22 mitgemacht. In meinem Berufsleben habe ich sogenannte Software-Rollouts mit Windows 3.11 ertragen. Das waren Projekte an die ich mich nicht gern zurück erinnere. Allein nur was die damalige Einbindung von Netzwerk-Karten ging, Ein grauen - mal geht’s, mal nicht und es gab nie rationale Erklärungen für diese anstrengenden Fehler.
Nun gut, es ist lange vorbei. Doch eines ist bei neuen Betriebssystem geblieben. Wenn es veröffentlich wird, ist es faktisch als defekt und fehlerhaft zu betrachten. Vielleicht erinnert sich jemand an die Fehler- und Treiberbeschaffungsorgien mit Windows 95, 98 oder ME. Die stundenlangen Sitzungen bei Freunden um Fehler zu suchen oder irgendeine triviale Hardware zu installieren. Die meist so endeten das es nach mehreren Stunden doch funktionierte und keiner so genau wusste warum. Die ersten Auslieferungen der Betriebssysteme waren teurer eingekaufte Softwarefehler.
Ein weiteres, für mich unerklärliches, Paradoxon ist geblieben. Wenn nun das neue Betriebssystem, zum Beispiel VISTA, im Laden steht, verhalten sich die Leute wie paralysiert. Sie müssen dieses neue VISTA unbedingt kaufen und es sofort auf ihre Audio-Workstation aufspielen. In der Hoffnung dass alles gut geht, machen sie dies ohne zu schauen ob all die genutzte Hardware unterstützt wird. Als ob das Betriebsystem im Musik-Studio eine der wichtigsten Komponenten ist, die auch immer sofort getauscht werden muss wenn es etwas neues gibt. Und das geschieht trotz der eigenen Erfahrungen die gemacht wurden.
Mit der Erfahrung von circa 15 Jahren kann ich behaupten dass ein neues Betriebsystem von Microsoft, zumindest in der Auslieferung der ersten Release, grundsätzlich ernst zu nehme Fehler aufweist. Diese Fehler werden meist erst durch wochen- oder Monate langes Warten auf Patches beseitigt. Einige deinstallieren das Betriebsystem wieder um das alte aufzuspielen. Andere investieren Massen an Stunden um diese Fehler mit einem Workaround oder ähnliches zu umgehen. Wenn man da einen kleinen Stundenlohn von 20€ hinterlegt kann man schnell erkennen, wie teuer die Geilheit auf das neueste OS einen zustehen kommt.
Auf keinen meiner Rechner ist bisher (04/2007) VISTA installiert. Interesse hätte ich schon. Gespannt und neugierig bin ich eigentlich auch. In meinem Freundeskreis haben 4 Leute VISTA installiert und drei von denen haben es wieder deinstalliert. Die genutzten Maschinen entsprechen aktueller Leistungsfähigkeit. Bei dem vierten, ein Designer, sind 4 GB RAM installiert. Für ein Betriebssystem was eigentlich nur dafür sorgen soll das der PC lebt und ich dinge mit ihn anstellen kann, frisst er eindeutig zuviel Speicher und CPU-Time. Wie kann es sein das bei zwei der Rechner nach dem Start ca. 50% Systemauslastung im Ruhezustand zustande kommen? VISTA will für sich 1 GB RAM nutzen. Auf so ein im Ruhezustand belasteten System soll ich noch CUBASE installieren und Native Instruments REAKTOR. Ich glaube nicht.
Bis ich VISTA installiere wird sicher noch ein wenig Zeit vergehen. Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin keiner von diesen militanten Microsoft-Hassern die natürlich nur Linux kennen und als Textverarbeitung ausschließlich mit dem VI arbeiten. Mir ist nur die Zeit zu schade um für Microsoft wochenlang kostenlos als BETA-Tester zu arbeiten. Ich warte einfach nur darauf dass es ausgereift ist. Denn auch ein XP ist wohlgemerkt erst beim Kunden zu einem stabilen und brauchbaren System geworden.
Auf der Webseite von Microsoft gibt es ein kostenloses Tool namens „Windows Vista Upgrade Advisor 1.0“ Nachdem man diese Software auf seinem Computer installiert hat, wird dieser Untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung entscheidet darüber, ob der genutzte Computer für VISTA überhaupt geeignet ist. Darüber hinaus soll es zeigen welche Version von VISTA meinen Bedürfnissen am besten entsprechen soll. Woher dieses kleine Tool meine Bedürfnisse kennt ist mir dabei allerdings noch immer ein Rätsel. Es hat sich jedenfalls nicht angeboten
Die kleine Software gibt es unter folgender Adresse: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=42B5AC83-C24F-4863-A389-3FFC194924F8
Es ist in der Tat ganz witzig und zeigt potentielle Schwachpunkte die beim Upgrade auftreten können.
Mein Ergebnis könnte ihr Euch als pdf hier ansehen. 
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