Ein bisschen was über Hardware
Wir brauchen jedes Maga-Hertz und jedes MegaByte Speicher. Kampf den Parasiten und Schmarotzern!
Speicher:
Speicher ist nicht mehr teuer. Dann wollen wir Musik machen und irgendwann mal richtig Reich werden mit Mucke. Also, bei einem Audio-PC sollten mindestens 1GB RAM-Speicher rein. Besser sind natürlich 2 GB Speicher, da passen dann mehr VSTs und Samples rein.
Prozessor:
Auch Prozessoren sind nicht mehr soo teuer. Also bitte nicht am falschem Ende sparen. Kaufe dir lieber einen vergoldeten XLR-Stecker weniger. Eine 3 GHz-CPU sollte schon drinn sein. Da ständig neue Prozessoren erscheinen und ich nicht mit dem editieren der Seite hinterher kommen würde empfehle ich grundsätzlich halbwechs moderne Prozessoren zu kaufen.
Achte aber darauf das der Speicher mit deinem Motherboard kompatibel ist. Nimm am besten die Motherboard-Beschreibung mit in den Laden. Alle Speichermodule sollten die gleiche Geschwindigkeit haben (Angabe in nS)
Festplatten:
Der Leitspruch bei Festplatten sollte sein, schnell drehend, große Kapazität, schneller Zugriff und am besten unhörbar. Es gibt verschiedene BUS-Systeme. Da währen z.B. SCSI, ATA, IDE, EIDE, SATA.
Am besten für Audio-Systeme sind EIDE oder SATA. Sie sind schnell. Augen auf beim Plattenkauf. Achte darauf das sie sich mit mind. 7500/Umin drehen und mind. 10mS Zugriffszeit haben.
ACHTUNG: Gerade bei Audio-Anwendungen wo oftmals riesige Dateien (z.B. Samples etc.) geöffnet werden, ist es ratsam alle paar Wochen die Festplatte zu defragmentieren. Wenn die Festplatte in der Grafik etwas zerissen aussieht, kannst du das Fragmentieren ruhig 2-3 hintereinander wiederholen.
Soundkarte:
Mitgelieferte Soundkarten oder wie heute üblich onboard-Soundkarten sind für ernsthafte Versuche Musik zumachen vollkommen ungeeignet. Sie sind dafür gedacht Systemklänge wiederzugeben. Aber diese haben wir bereits innerhalb der Tuning-Lektion abgeschalten. Ein ordentlicher Audio-PC verlangt nach einer ordentlichen Soundkarter oder wir nennen es Audio-Interface. Hört sich einfach professioneller an ;-)
Der Markt der Audiointerfaces ist mittlerweile gigantisch. In Katalogen füllen sie bereits mehrere Seiten. Bei deren Wahl gibt es kein richtig und kein falsch. Du solltest in einem längerem Prozess herausfinden wie du Musik machen möchtest. Denn die Audio-Interfaces gibt es in zig verschiedenen Variationen. Einfach mal so eines kaufen kann nur schief gehen. Ich empfehle hierzu das Studium diverserer Foren wie zum Beispiel http://www.homerecording.de
Grafikkarte und Monitor:
Die AGP Karte ab 32MB Speicher als PCI-Grafikkarte ist ausreichend. Wichtig ist, dass die Grafikkarten ihren eigenen Speicher hat und diesen nicht vom System nimmt. Die meisten Notebook-Grafikkarten und viele Preiswerte Karten besitzen keinen eigenen Speicher. Dieser wird mittels Shared-Memory einfach vom Arbeitsspeicher okupiert. Also - keine Shared-Memory-Karte!
Ein weiterer Punkt bei der Grafik-Karten wahl ist die Anzahl der verwendeten Monitore. Matrox hat die sogenannte DualHeat-Technologie. Man kann also zwei Monitore gleichzeitig anschliessen und unterschiedliche Ansichten simultan sehen. Ein Feature das für Audio-Anwendungen unschätzbaren Wert hat. Wer einmal mit zwei Monitoren gearbeitet hat, wird den zusätzlichen Monitor nur noch unter Waffengewalt wieder hergeben.
Die Möglichkeiten sind zahllos. Du kannst auf dem Hauptmonitor Arrangieren, auf dem anderen den Mixer packen oder Plugins. Ewiges umschalte zu einer anderen Ansicht entfällt.
Stehst du vor der Entscheidung eine neue Grafikkarte zu kaufen, solltest du gleich eine mit DualHeat-Technologie kaufen. Die paar Euros sind auch schon egal.
Der zweite Monitor, wenn eine Röhre reicht und das sollte es, ist mittlerweile wirklich billig. Ein 19" CRT kostet ab ca. 130 Euro. Ok, sie sind schwer und groß aber das ist im Preis inbegriffen ;-)
Das Gehäuse:
Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch die Wahl des Gehäuses. Dies ist nicht nur wichtig wenn man sich den Pc selber zusammenbauen möchte. Auch bei fertigen komplett-Pcs
Gehäuse "Hauptsache es sieht schön aus!" - FALSCH! Das Gehäuse ist oft ein erheblicher Störfaktor.
- Der Lüfter im Netzteil ist in preiswerten Gehäusen oft unerträglich laut.
- Die Gehäusebleche rappeln durch Vibrationen der Lüfter, Festplatten oder CD-ROMs
- Offene oder teiloffene Gehäuse, die nicht akustisch gedämmt sind, lassen Geräusche aus dem Innenraum des Rechners nach draußen.
- Das Gehäuse ist möglicherweise zu klein
- Netzteil und Festplattenkabel senden bei mangelnder Anschirmung Störgeräusche an die Soundkarte, man hört dann auf der Aufnahme die Festplatte arbeiten….
- Das Netzteil ist zu eventuell zu schwach. Mindestens 250 Watt sollte es schon liefern. Manche CPUs benötigen sogar noch mehr. Auch wenn mehrere Festplatten und CD-ROMs parallel eingebaut, benötigen diese mehr Leistung als ein Standardnetzteil liefert.
Links
Eine DualHead FAQ von Matrox
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